Wohlige Hitze

Glühender Asphalt, Hitzeflimmern,
die Sonne knallt, Insekten wimmern.
Warmer Regen, Kinderlachen,
lass uns wilde Sachen machen.
Schmetterlingsliebe im Sommerhut.

Wolkenfreie Gedanken,
sorgenfreie Kletterranken,
lästige Insektenstiche,
lustige und freche Sprüche.
Ach, was geht es uns so gut.

Abgekaute Melonenstücke,
Sonnenblume als Perücke,
Windesrauschen in den Blättern,
barfußlaufen sanft im Gras.
Pollen fliegen ein Gewitter,
die Sinne ohne Unterlass.

Schwalben winkten all´die Tage,
haben längst ihr Werk vollbracht.
Rosenduft schwebt sturzbetrunken
durch die laue Sommernacht.
Eine Woge innerer Poesie
überschwemmt mein Herz.

Prall gefüllte Gefühlsmomente,
blumengeflochtene Liebeskränze.
Jede Sekunde ein ganzes Leben,
wirklich alles kann ich geben.
Ich bin bereit für Unendlichkeit.

Bienenemsige Eifrigkeit
läßt alles erblühn´,
bunte Blumen, Heiterkeit,
Tagtraumphantasien.

Früchte naschen von den Zweigen,
können jede Angst vertreiben,
vor dem Morgen,
vor den Sorgen.

Denn nur im Moment und hier
wächst dieses Gespür
der Ewigkeit, Lebendigkeit,
das Jetzt, ganz tief in mir.

Ferner Blick über Wiesen und Felder,
Fabelwesen in Wolken und Wäldern,
mit dem Rücken liegend im Gras.

Unsere Träume wiegen
soviel wie schillernde Seifenblasen fliegen,
schweben gen Himmel
und wünschen sich was.
Ein buntes Fest berauscht unsere Seelen.

Die Arme hoch,
das Herz ganz weit.
Die Harmonie hat ihre Zeit.
Glühwürmchen zeigen Gefühlen den Weg.

Düfte, Wärme, Leichtigkeit,
Farben, Liebe, Zweisamkeit.
Das Leben klein und doch so groß,
fällt alles heut´in meinen Schoß.
Im Sommerwind,
im Sonnenschein,
können wir fast unsterblich sein.

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