Trennungsschmerz

Abschied ist Sehnsucht und Liebe,
Entbehrung und Schmerz in einem.
Es fühlt sich so sonderbar an,
wenn das Herz tropft und
der Verstand vor den Augen verschwimmt.

Halte den Augenblick fest,
aber klammere nicht die Erinnerung
in einen engen Raum in dir.
Lasse los, in Hoffnung und Vertrauen,
daß der Moment nur klein ist,
im Vergleich zu der Größe in dir.

Sehe, wie wichtig die Gefühle sind,
die du gerade lebst.
Und laß deinen Tränen freien Lauf,
denn Abschied ist ein bißchen sterben,
damit der Sinn des Lebens wieder
neu geboren werden kann.

Lasse los und lasse es zu,
was auch immer geschieht.
Nehme es an, um es ziehen zu lassen,
wie ein Ballon, der zum Himmel steigt.

Sonst bleibst du gefangen
im unendlichen Raum des Leidens,
in deinem eigenen Gefängnis,
während du den Schlüssel
am Gürtel trägst.

Bleib nicht im Schicksal stecken,
durch Erstarren.
Denn du selbst bist des Schicksals Glück.
Warte nur solange,
wie die Zeit für dich wartet.

Aber halte nicht die Luft an,
um den Moment des Absprungs über die Klippe
deiner Trauer zu versäumen,
auf dem Weg in ein leuchtendes Morgen,
welches nur vor deinen Augen wachsen kann,
wenn deine Gefühle einen
weiten, steinigen Weg beschreiten,
bis du deine Füße, blutig und wund,
von einem geliebten Menschen
salben lassen kannst.

Bis sie gesund werden,
wie auch dein Herz und dein Verstand,
braucht es Liebe und Nähe eines Anderen.
Doch benötigst du immer am meisten
die Liebe zu dir selbst,
um dich zu heilen,
zu finden, zu retten
und für immer glücklich zu sein.

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