Meine Gedanken verwirren mich.
Sie stolpern hin und her
und ich sehe,
daß sie mir nicht gut tun.
Keiner ist klar und sie wirken auf mich
düster wie die Nacht,
kann sie nicht fassen, nicht erreichen,
doch sie erreichen mich ununterbrochen,
ohne Unterlass.
Strömen in meinem Kopf hin und her,
bedrohen mein Herz,
bringen meinen Pulsschlag aus dem Rhythmus.
Will wieder den Einklang finden,
mich auf diesen einen Klang konzentrieren,
der mich ausmacht, der mich erdet.
Was hat mich aus dem Takt gebracht,
aus meinem Schritt,
den ich gewählt habe,
für mich allein.
Lasse ich es zu,
daß es ein Anderer mit mir macht
oder bin ich es selbst,
die mich ständig aus der Bahn schubst.
Bin ich vom Weg abgekommen?
Hab ich mich verlaufen?
Oder mein Ziel aus den Augen verloren?
Bin ich gerade selbst mein größter Feind?
Warum nur werfe ich ständig Probleme
vor die eigenen Füße?
Warum hole ich alte Wunden hervor,
um sie mir selbst zu präsentieren?
All diese vielen Fragen,
auf die ich doch die Antworten kenne.
Bin ich denn verrückt?
Verwirrt? Durcheinander?
Konfus? Zwiegespalten?
Nach diesen vielen Fragen
sehne ich mich nach Ruhe.
Ich möchte in meinen Heimathafen,
wo ich mich sicher fühle,
aber ich steuere in die falsche Richtung.
Das Ruder ist mir entglitten und ist dabei,
mir um den Kopf zu schlagen,
während ich verzweifelt und hektisch
danach greife.
Ich muß mich beruhigen,
bevor es mich bewußtlos schlägt.
Die Zeit läuft gefühlt gegen mich.
Nicht den Atem stocken lassen
ist ein gutes Mittel,
um zur Besinnung zu kommen.
Dann sofort anfangen, die Fragen zu ordnen
und auf die Antworten zu konzentrieren.
Nur so gebe ich mir die Chance
langsam und sicher aus dem Sog zu schwimmen
und mir mit liebender Selbstsicherheit
einen Rettungsring zuzuwerfen,
um meinen Ankerplatz zu erreichen
und mich lange auszuruhen.