Bin so sehr versunken in mir, möchte denken
in die Unendlichkeit, bin verliebt in mich auf
diese besondere Art der Erleuchtung. Sehe, daß
ich in mir wohne, ruhe, verweile, warte, schreibe.
Ich fühle so viel, daß ich es rauslassen will, in die
Welt tragen, in die Wörter hinein, in die Menschen
hinein, das ist meine Bestimmung.
Ich eile, ich will schaffen, ich überschlage mich.
Gehe in mich, komme heraus mit vielen kleinen
Dingen, die ich dir zeigen möchte, deuten möchte,
lieben möchte.
Ich fließe aufs Papier, wie sich der Fluss ins Meer
ergießt und endlich Ruhe findet. Doch ist die Ruhe
nicht sehr lang, es ist eher die Erfüllung, die ich
erreichen möchte.
Ja, ich bin im Strom meines eigenen Lebens und
surfe nun endlich auf meinen Seelenwellen im
Meer. Durch so viele Flüsse bin ich gereist, an
vielen wunderbaren Ufern entlang. Viele haben
mir zugewunken und mir Glück gewünscht.
So viele Gefahren musste ich bestehen, um als
Wasserfall hoch aus den Bergen mich ins Tal
zu stürzen.
Als kleine Quelle war ich einst geboren, leise
plätschern war alles, was ich wollte. Denn mehr
sollte man am Anfang auch nicht tun, sich selbst
nicht überrollen.
Manchmal bin ich müde, doch es ist wichtig zu
ruhen, die sanfte Fahrt geniessen, um Kraft zu
sammeln, sich zu sammeln. Die Erfahrungen
verarbeiten, bearbeiten, zu deuten, zu lernen.
Ohne Gefahren lerne ich nichts. Mit Ruhe bewahrst
du alles in dir. Doch hänge kein Schloß davor und
baue keine Mauer auf, sonst geht es verloren, denn
deine Seele will atmen und geben.