Ein Schneiderlein braucht den Vergleich
und will mir was erzählen,
er sagt, sieben auf einen Streich
und will mich damit quälen.
Hör ich ihm zu, laß ich´s geschehen,
ich kann doch jederzeit auch gehen.
Doch sitzt er da, so süß und klein,
das kann doch keine Täuschung sein.
Laß ich mich von ihm blenden?
Werd ich die Zeit verschwenden?
Ertrag ich dich mit meinem Mut,
auf eine gewisse Dauer,
dann lüfte ich erst meinen Hut,
liegt er doch auf der Lauer,
um mich zu kränken immerdar,
will mich ertränken, ganz und gar.
Gib mir zurück, was ich einst gab,
du kannst es nicht verwenden,
zum messen da an deinem Stab,
willst du nur damit blenden.
Nimmst gerne dieses Licht von mir,
um dich darin zu aalen,
doch möchte ich mal was von dir,
willst du mir gar nichts zahlen.
Gibst mir ein Schlückchen Honig,
soll meinen Mund verkleben.
Machst Tänzchen vor mir, auf und ab
und willst mich damit lähmen.
Tentakel da zu sehen sind,
sie flattern da in deinem Wind,
mich anzugreifen, auszusaugen,
meinen Verstand willst du mir rauben.
Noch nehm ich´s hin,
noch laß ich´s zu,
es steht in meiner Macht,
denn einst habe ich mir geschworen,
ich gebe auf mich acht.
Du stößt mich nicht von meinem Thron
und auch nicht in der Nacht.
Mein Herz, da wo ich lang schon wohn´,
hat es für mich vollbracht.
Der Mut mich packt,
die Wut mich treibt,
da bin ich endlich aufgewacht,
das war verdammt nicht leicht.
Doch trete ich entgegen dir,
senk meinen Kopf, groß wie ein Stier
und Feuer kommt mir aus der Nase,
schon läufst du wie ein armer Hase.
Du quiekst und windest dich als Wurm,
willst mit den Augen klagen
und schmollst und fluchst gegen den Sturm,
willst dich nicht offenbaren.
Doch lasse ich nicht ab von dir,
hab viel zu viel ertragen.
Ich stelle mich in deinen Weg
und laß dich nicht entkommen.
selbst dann versuchst du auch nochmal,
an etwas zu gelangen.
Kein Preis ist dir zu hoch,
den andre´für dich bringen.
Schickst jeden gerne in den Ring,
soll er dort für dich ringen.
Schaust zu, wie all das Blute fließt
und fächerst Luft dir zu,
im Scherbenhaufen sitzt du gern
und kommst erst dann zur Ruh´.
Wenn alles rund um dich zerfällt,
erst dann fühlst du dich wie ein Held.
Ich kämpfe..ja, auch bis aufs Blut,
denn meine Kräfte sind so rot.
Das Lichte sich im Spiegel bricht,
ich stelle dich nun vor Gericht.
Soll jederman den Schatten sehen,
der dich umgibt, umhüllt,
die Blumenwiese gibt es nicht,
du hast sie nicht gewählt.
Auf deinem Schlachtfeld stehst du nun,
alleine und so fern
und ich weiß es noch ganz genau,
ich hatte dich mal gern.
Habe gekämpft für dich fürwahr,
doch davon ist gar nichts mehr da.
Geh weiter meinen eig´nen Weg
und lasse dich jetzt stehn.
Seh zu, wie du zurechte kommst,
steh auf, bereu´und geh.
Geh in die Zukunft ganz hinein,
sie wartet schon auf dich,
tret´durch das Tore, ganz allein,
vor allem…ohne mich!