Alle

Da sitz´ich nun, ich armer Tropf,
mit leerem Magen, vollem Kopf,
mag gar nichts wirklich zu mir nehmen,
ob Speis, ob Trank,
bin nicht verlegen,
drum sitz ich da und schaue hoch
und warte auf dich, immernoch.
Wann wirst du kommen, mein Verstand?
Und nimmst mich wieder an die Hand
und läßt mein Herze brummen.

Doch wütend knurrt mein Magen da
und rate mal, was dann geschah,
ein jeder, den ich so sehr mag,
will rüber zu mir kommen.
Ein Jeder gibt mir Tag für Tag
und läßt mich mit ihm teilen
und jeder gibt mir, was er hat
und möcht auch gern verweilen.
Drum sitz ich da und weine leis´,
gerührt ich bin, werd davon weis´.

Und lebe meinen Traum fürwahr,
lass wachsen meinen Baum, so klar,
lass groß ihn werden, pflege ihn,
durch eure Hilfe er erblüht.
Dann steht er da in voller Pracht
und zeigt, was all Gemeinschaft macht.
Drum laßt uns uns´re Hände greifen
und tanzen um den Baum herum.
Weil daraus alle Früchte reifen,
drum dreh dich gerne zu mir um.

Hinterlasse einen Kommentar